Lamellenschrägklärer

Lamellen-schrägklärer

Lamellenschrägklärer

Lammellenschrägklärer Typ K

Schlammabscheidung mit hohem Wirkungsgrad bei geringem Platzbedarf.

Typ max. Durchsatz/Std
LSK 1 3m3
LSK 2 10m3
LSK 3 15m3
LSK 4 25m3

Der Lamellenklärer Typ K ist mit speziellen Kunststoff-Abscheiderelementen ausgerüstet. Die Plattenanzahl und die Plattenabstände werden projektbezogen ausgelegt. Die Abscheiderelemente können auch in vorhandene Systeme nachträglich eingebaut werden.

Beispiel: Rösler Oberflächetechnik
Das Gleitschleifen eignet sich in der Metallbearbeitung zum Entfetten, Entgraten, Schleifen und Polieren von Bauteiloberflächen. Dabei fällt Abwasser an, das mit Prozessrückständen hoch belastet ist. Im Test- und Forschungszentrum der Rösler Oberflächentechnik GmbH in Untermerzbach, wo der Komplettanbieter für Gleitschliff- und Strahltechnik Anlagen projektiert, wird es daher zusammen mit dem Waschwasser aus der Herstellung von Behandlungsstoffen für die Gleitschlifftechnik in mehreren Stufen aufbereitet. Danach erfolgt die Einleitung ins örtliche Kanalnetz. Aufgrund der Erweiterung von Technikum und Produktion wurde vor kurzem die biologische Stufe der Abwasserbehandlung beim Anlagenhersteller in Zusammenarbeit mit Kühn Abwassertechnik den Erfordernissen angepasst - und der FF Bio-Container in das Behandlungssystem integriert.

Lamellenschrägklärer

Bei der Aufbereitung haben jedoch in der Vergangenheit Schlämme den Bioreaktor teilweise zugesetzt. Sie wurden aus den vorhergehenden Behandlungsstufen eingebracht. So kam es aufgrund der erforderlichen Belüftung des vorangeschalteten Pufferbehälters zu einer Nachfäung mit Schlammbildung. Faulprozesse waren die Folge. Im Reaktor bildeten sich Schwefelwasserstoffe.

Mit der Erweiterung der Abwasserbehandlung sind die Faulprozesse verschwunden. Ein Zusetzen der Festbettelemente im Reaktor durch Schlammeintrag wird vermieden und die anfallende Abluft in einem Bio-Turm gereinigt. Der 20 m3 große belüftete Puffer ist nun als Rundbehälter mit Trichterboden konzipiert. Von dort gelangt das Abwasser nicht mehr direkt in die biologische Reinigung, sondern durchfließt erst einen Lamellenschrägklärer, der die durch Nachfällung erzeugten Schlämme trennt - zur weiteren Entwässerung in einer Zentrifuge. Darauf wurde von Rösler bei der Erweiterung der Behandlungstechnik großer Wert gelegt. Im FF-Bio-Container, der sich auch im Freien aufstellen lässt, zersetzen Bakterien die noch im Abwasser verbliebenen Kohlenwasserstoffverbindungen. Aufgrund der großen Anpassungsfähigkeit hat man diese natürlich vorkommenden Mikroorganismen im Labor auf die jeweilige Aufgabe hingezüchtet, so dass sich damit nicht nur Fett, Eiweiß und Zucker, sondern auch Cellulose, Alkohole, Phenole, Formaldehyd, Mineralöl und Ammonium abbauen lassen. Daher kommt der Container für die Abwasserbehandlung nicht nur bei Gleitschliffanlagen zur Anwendung, sondern unter anderem auch bei der Blechbearbeitung, der Herstellung von Schleifmitteln und der Reinigung von Förderanlagen, die Kontakt mit Lebensmitteln haben.

Mit diesen schadstoffadaptierten Mikroorganismen (Mikros) lassen sich bei bestimmten schwer abbaubaren Belastungen die Anlaufzeiten erheblich verkürzen. Im Test- und Forschungszentrum von Rösler wird diese biologische Anpassungsfähigkeit aufgrund der häufigen Wechsel von Schleifkörpern, Compounds und Zusatzstoffen, vor allem Tensiden, als sehr wichtig angesehen. Der Wirkungsgrad bleibt hoch, obwohl sich die organischen Verbindungen im Abwasser immer wieder änderten.

Lamellenschrägklärer

Daraus leitet man eine hohe Wirtschaftlichkeit der biologischen Reinigung ab, die im Test- und Forschungszentrum um eine zweite Stufe zur Nitrifizierung im 2 x 10 m3 großen Bioreaktor ergänzt ist. Besondere Mikroorganismen wandeln dort Nitrit zu Stickstoff um. Die CSB-Konzentration des Abwassers liegt nach der chemischen Fällung im Durchschnitt bei 5000 bis 6000 mg/l. Trotz des Pufferbehälters ist sie weiterhin stark schwankend, weshalb Belastungssprünge bis 30 000 mg/l möglich sind. Etwa 20 m3 Abwasser am Tag werden aufbereitet. Das entspricht einem Durchsatzvolumen von rund 100 m3 in der Woche. Beide biologischen Reinigungsstufen erreichen dabei einen Abbau von durchschnittlich 90%. Zwei Drittel der Abbaumenge entfallen dabei auf die erste Stufe.

Im Container sind die Festbettelemente als Träger der Mikroorganismen (Fixed-Film-Biologie) zu Rohrbündeln zusammengefasst, die vertikal vom Abwasser durchströmt werden. Sie befinden sich knapp unterhalb der Wasseroberfläche und müssen vom Abwasser umspült sein. Der so erzeugte Reaktionsraum, in dem die Mirkoorganismen wachsen und sich vermehren, wird nach unten von den Belüfterkerzen begrenzt. Diese Kerzen sind so zu den Rohrbündeln angeordnet, dass im Container das Abwasser zu einem schlaufenförmigen Durchfluss gezwungen wird. Die abgestorbenen Mikroorganismen können als Überschuss-Schlamm entsorgt werden. Zusammen mit den eingetragenen Feststoffen fällt er in ein Schlammloch. Das Fach wird viermal im Jahr entleert. Das erledigt im Allgemeinen ein ortsansässiges Entsorgungsunternehmen mittels Saugwagen. Im Test- und Forschungszentrum von Rösler ist eine externe Entsorgung allerdings nicht erforderlich. Dort wird der Oberschuss-Schlamm wieder der Behandlung zugeführt, wodurch eine Feststoff-Entsorgung gänzlich entfällt.

Der Bio-Container kann nicht nur in Hallen, sondern auch im Freien aufgestellt werden. Temperaturschwankungen beeinträchtigen die Mikroorganismen nicht.